Spangenberg 2009

Spangenberg 2009

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Spangenberg Sommerparty 2009

Spätestens seit Bin Laden wissen wir, daß destruktive Effizienz nicht zwangsläufig von der Truppengröße abhängt, sondern vielmehr von der Entschlossenheit der ausführenden Zellen. Mitte Juni 2009, nahe Spangenberg, konnte man sich bei feinsten klimatischen Bedingungen in einem Schulungscamp für Straßenvigilantismus hautnah davon überzeugen. Wir blicken noch einmal zurück.

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Zetel 2009

Zetel 2009

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Zetel 2009

Wie das Land, so die Hefe – oder so ähnlich. Fernab jedweder erschlossenen Zivilisation, wo sich Deichhuhn und Robbe Gute-Nacht sagen, fand 2009 ein von Schlamm, seltsamen Kopfbedeckungen und konspirativen Gestalten geprägtes Event statt. Hochgelegte Brennplatte, tiefergelegte Besucher-Haxen, viel Schlick und noch mehr Schietwetter – zum Glück aber ohne Tee. Aparte Zusammenkunft für Gummi-Asthmatiker am Jadebusen. Wellness-Urlaub an der Nordsee zwischen Fango, Kautschuk und destilliertem Getreide. Wiese des Grauens, Saft des Lebens. Zetel eben.

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Thüringen 2009

Thüringen 2009

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Zehn-Jahres- Party Thüringen 2009

The wild ones

So ein zehnjähriges Jubiläum darf man ruhig ordentlich feiern. Und wenn man das dann auch noch so macht wie die Streetfighter-Gemeinde in Thüringen wird aus dem „darf“ schnell ein „muß“. Denn auch wenn der Event die erste Austragungsnummer der Damen und Herren war, so kann man nur uneingeschränkten Erfolg attestieren.

Wilde Sorte

Daß die Nummer kein Ringelpiez mit Anfassen wird, konnte der geneigte Besucher bereits am Eingang erahnen, wo man als Begrüßungsschluck eine von Tausend auf Korn basierenden Köstlichleiten eingeflößt bekam. Egal ob mit Chili, Knoblauch oder anderen Cerealien – hier wurde angerührt, was durch den Flaschenhals paßte. Wenige Meter später waren dann auch letzte Zweifel ausgeräumt. Unter den Sohlen erstreckte sich ein schier unendlicher Spielplatz aus feinstem Beton, der aus dem Areal eine einzige, große Brennplatte machte.

Party-Leasing

Zusammen mit dem angrenzenden, angemieteten Vereinshaus eines befreundeten Clubs und der mit Livemusik versehenen Partyscheune ergab das ein hochgradig zündfähiges Gemisch, welches auch spätestens mit Einbruch der Dunkelheit abflammte. Man braucht nicht zwangsläufig vierstellige Besucherzahlen – wenn die Qualität hinhaut, reichen auch überschaubare Quantitäten für postapokalyptisches Treiben. Da kann man nur hoffen, daß es nicht wieder zehn Jahre dauert, bis in Thüringen die Tore aufgehen und der eigenwillige Korn den Wegzoll zum Wahnsinn markiert. Danke Männers!

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Phoenix 2009

Phoenix 2009

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Asche zu Asche

Was soll man lange rumlabern?! Die Party war oberaffentittelgeil und fertig! Damit wäre vom Kern her alles gesagt. Diese simple Plattitüde reicht aber nicht ansatzweise aus, um das Juwel angemessen zu beschreiben, welches sich da am letzten Aprilwochenende des Jahres 2009 in südlichen Gefilden zugetragen hat. Seitens der Phönixfighter fand man, es wäre nach dem elendig langen und scheiße kalten Winter dringend an der Zeit, wieder Gummi in die Atmosphäre und frischen Wind in die Gehirnzellen zu pusten. Da der Platz zwar äußerst fein, aber größenmäßig begrenzt war, wurde der Event als Prepaid-Nummer angesetzt und war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.

Jungspunde

Ganz nebenbei formierte sich durch das Verfahren auch eine Belegschaft, die es in sich hatte. Durch die Bank begeistertes Fachpersonal feierte zwei (manche auch drei) Tage hintereinander weg, als gäbe es was zu gewinnen. Äußerst erfreulich auch der hohe Nachwuchsanteil, der offensichtlich seine Multisanostol-Flaschen entsorgt und dafür Flüssigendorphine abgefüllt hatte. Besondere Erwähnung verdient dabei der junge Mann mit der Triumph, der bei seinem Debütauftritt alle Nadeln von den Tannen schüttelte. Auch ohne Pisatest kann man dem Jungtalent eine steile Karriere prognostizieren. Selbst durch Reifendetonation verursachte Kolateralschäden an Mann und Gerät hielten den Heißsporn nicht von weiteren Vernichtungsmaßnahmen ab. Da capo! Mit der Haltung war er nicht alleine. Bereits am Freitag wurde die Käfigkonstruktion auf ihre Widerstandsfähigkeit hin getestet und Samstag demonstrierte Daniel, daß man sich auch mit zehn PS selber überfahren kann. Das Ganze verlief natürlich in gesitteten Bahnen, und man feierte nur so viel, wie mit aller Gewalt ging - wir können uns halt beherrschen.

Jugend forscht

Einen ähnlich hohen Grad an Verzückung zauberten auch die Berufswahnsinnigen mit dem Kleinkraftrad auf die Gesichter der Besucher. Egal, ob mit halsbrecherischem Massenstunt auf der Platte oder publikumsintensivem Reifenwechsel in der Boxengasse - man wollte ständig Beifall klatschen. Ausdrücklichen Applaus haben auch die Organisatoren verdient. Da paßte einfach alles - von der Ausrichtung bis hin zur praktizierten Kundenbetreuung. Mit solch einer Führungsriege würde auch Opel wieder schwarze Zahlen schreiben. Und auch wenn das Treffen der Phönix-Fighter so ziemlich das erste im angebrochenen Jahr war und noch Dutzende folgen: Den hier mal eben locker aus der Hüfte geschüttelten Standard zu toppen, wird eine ganz, ganz harte Nuß. Ich trink noch ein Alster mit Korn, laß mir die Sonne auf den Wanst scheinen und freue mich auf 2010 - wenn (hoffentlich) wieder der Kartenvorverkauf anläuft.

Daß die Rennleitung gerne einmal auf den Veranstaltungen mit kurzer Präsenz glänzt, kennt man ja. Die Fraktion aus dem Odenwald zeigte sich jedoch von einer ganz außergewöhnlichen Güte. Bereits am Freitagmittag schlug man mit dem PKW auf dem Gelände auf. Man war, ganz Pfadfinder-like, einfach der Ausschilderung mit den Schlagringen gefolgt. Als die Streifenwagenbesatzung nun über die Kuppe auf das große Fighters-Banner zurauschte, den Brennkäfig sah und dazu die endzeitmäßig gekleideten Herrschaften erspähte, erfolgte eine spontane Notbremsung sowie die Flucht nach hinten. Kurz darauf kamen die Ordnungshüter mit schwer bewaffneter Verstärkung zurück und trauten sich auf das Areal - immer die Hand an der Pistole bzw. dem Schlagstock. Man schloß offensichtlich aus der Szenerie, daß hier ein nicht angemeldeter Cage-Fight stattfinden würde. Nach kurzer Aufklärungsarbeit durch die Veranstalter entspannten sich die Beamten jedoch schnell wieder und zogen augenscheinlich beruhigt von dannen. Liebe Freunde und Helfer: Wir tun nichts, wir wollen doch nur spielen!

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MoM 2009

MoM 2009

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Kult-Tour

Stille Momente voller Wahnsinn in Sachsen

Samstagmorgen, bestes Wetter. Das Krad beladen, den Tank mit flüssigem Gold befüllt und los kann´s gehen. Nach einigen hundert Kilometern wechseln die Plakatmotive an den Straßenlaternen. Konzerte von Karat, den Puhdys und City säumen den Weg. Wir sind unterwegs in den wilden Osten, genau gesagt in die Nähe von Torgau in Sachsen, wo zum fünften Mal der Moment of Madness die Region erschüttert.

Futtern wie bei Muttern

Bereits beim Eintreffen macht sich wohlige Behaglichkeit breit, denn was dort als Refugium erschlossen wurde, ist ein idyllisch gelegener und zart zerklüfteter Campingplatz. Schnell das Zelt ausgetütet, ein paar Heringe versenkt, und dann bei einer Kanne Pils den Blick schweifen lassen. Keine Frage, hier wurde mit viel Liebe und Engagement zu Werke gegangen. Es stimmt einfach alles. Ausstattung, Gastrobereich sowie Rahmenprogramm. Der First-Class-Campground glänzt dabei noch mit kostenlosem Zugang, aber auch der zu entrichtende Obolus von acht Euronen für das Partybiotop kann angesichts des Gebotenen als uneingeschränkt angemessen verbucht werden.

Erntedankfest

Die Saat ging auf, und zur Ernte fanden sich denn auch viele Hundertschaften von feierbereiten Fightern ein. Der automobile Anteil war bemerkenswert gering. Das kennt man von anderen Events inzwischen leider anders, wo man zeitweise das Gefühl hat, in ein T4-Meeting geraten zu sein. Das mitgeführte Zweirad-Material wurde auch ausgiebig genutzt und führte zum Ableben diverser Reifenstapel. Blauer Himmel über dem Kopf, Grünkohl im Magen und ein feiner Duft von zerstäubtem Gummi in der Luft - das sind die malerischen Szenerien, die man liebt und schätzt.

Erlebnisgastronomie

Das tatsächliche Ambiente läßt sich nur schwer in Worte fassen und angemessen übermitteln. Wer da war, weiß was ich meine. Wer nicht da war, hat was verpaßt und geht jetzt zum Ärgern zwei Stunden in den Keller. Was man in Sachsen auf die Beine gestellt hat, birgt durchaus das Potential in die Fußstapfen der frühen Wille Wäller-Partys zu treten und einen ähnlichen Kultstatus zu erreichen. Das war definitiv die bisher geschmeidigste der größeren Parties in diesem Jahr und kann jederzeit als Maßstab heran gezogen werden. Auch ohne Glaskugel läßt sich nach der Nummer prognostizieren, daß uns im kommenden Jahr wieder Großes erwartet. Und damit meine ich nicht das Karat-Konzert.

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