Sittensen 2007

Sittensen 2007

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Sittensen im Jahre des Herrn 2007

Hügellandschaft im norddeutschen Flachland, idyllisches Ausrasten zwischen Wald, See und Bauzaun. Austragungsort von Rasensportarten und Plattenspielereien. Fischfreie Räucherbude, autonome Mai-Kundgebung. Keine Schmerzen, keine Gefangenen. Drei Tage kollektives Freidrehen. Hochprozentiges Spaß-Destillat. Wir schauen noche inmal tief in die Flasche:

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MBT Magdeburg 2007

MBT Magdeburg 2007

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MBT Magdeburg 2007

Das MBT (Magdeburger Bikertreffen) zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Es war eine Mischung aus Dragrace, Stuntdays, Brenntagen, Rummelplatz, Volksfest und Moped-Ausstellung. Klingt erst einmal von der Papierform her total zum Kotzen - war es aber nicht. Ganz im Gegenteil. Die Mischung hat tatsächlich funktioniert und war ein abwechslungsreicher Ausflug in den hochoktanigen Freizeitpark. Durfte durchaus als Geheimtipp angesehen werden.
Leider viel zu früh verschieden, lassen wir die Nummer noch einmal in bunten Bildern aufleben.

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Brenn in den Mai 2007

Brenn in den Mai 2007

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MAIKUNDGEBUNG

Brenn´ in den Mai in Bad Bodenteich

Manchmal muß man sich einfach von Zwängen und Konventionen lösen - selbst wenn es kalendarische sind. Frecherweise fiel der erste Mai dieses Jahr dermaßen unglücklich, daß das Hineinbrennen in den Wonnemonat per Erlaß ein paar Tage vorverlegt werden mußte. Lohn dieser datumstechnischen Beugehaft war ein Wochenende bei fast schon hochsommerlichem Wetter und ausgezeichneten Rahmenbedingungen. Erneut wurde die ehemalige Schießanlage Bad Bodenteich von der Schall- und Rauchgruppe unter tatkräftiger Mitwirkung der Lüneburger Streetfighterschaft zum Austragungsort einer konspirativen Zusammenkunft bestimmt und entsprechend präpariert.

Brenner aller Länder vereinigt euch

Konnte man im vergangenen Jahr noch bei Bodenfrost Gefahr laufen, mit dem Schlafsack am Grund festzufrieren, galt die Sorge heuer eher verbrannter Haut oder unkontrollierter Transpiration. Um der trockenen Anlage nicht den roten Hahn aufs Dach zu setzen, wurde permanent bewässert und offenes Feuer vermieden - was angesichts der lokalen Beforstung, welche trockener als die Haut von Uschi Glas war, mehr als nur angebracht war. Infolge dessen wurden dann auch lediglich ein paar Pneus kontrolliert den Flammen geopfert - und zwar gleich an zwei verschiedenen Stellen: Zum einen auf der betonierten und materialmordenden Beton-Brennplatte. Zum anderen in luftiger Höhe, auf den Zinken eines Hubstaplers, welcher mit einem kleinen Brenngatter versehen war. Flora und Fauna blieben somit unbeschädigt.

Chaostage

Obwohl nur ein einziger Veranstaltungstag angesetzt war, füllte sich der Platz am Samstag zunächst noch etwas zäh. Doch zur fortgeschrittenen Stunde entwickelte sich schließlich eine respektable Anreisewelle, die sich nach und nach in das großzügige Areal ergoß. Den Einlaß ebneten vernünftige fünf Euronen Wegzoll - angesichts der gut ausgestatteten Location mitsamt gebotener Infrastruktur und kostenlosem Reifenservice sicher nicht überzogen. Dennoch blieb das Ganze nicht ohne Makel: Während man aufgrund der ausgezeichneten Temperierung und guten Mischungsverhältnisse über die Getränkepreise auf Kneipenniveau noch hinweg sehen kann, so muß dem für die musikalische Beschallungen verdingten Schergen doch ein klarer Rüffel erteilt werden. Rund zwei Tage mit einer Anzahl von Liedern zu bestreiten, die locker auf eine (!) CD passen würden und noch dazu offenbar aus dem Handbuch "Rockerparties - leicht gemacht" stammen, ist wirklich keine strahlende Leistung. Daß es auch anders geht, hatte der Vorgänger des letzten Jahres ja sauber bewiesen.

Maikäfer

Untadelig wie immer zeigte sich die Feststoffversorgung: Meister Bruno (selbsternannter "Natural Born Griller") ließ mitsamt seinem Versorgungsteam weder Engpässe noch Streß oder gar Unfreundlichkeit aufkommen. Hier kann die Verneigung nicht tief genug ausfallen. Da kann man nicht meckern - und will es auch nicht. Unter´m Strich eine runde Sache, ausgerichtet von einem mehr als engagiertem Team. Fazit: Eine äußerst empfehlenswerte Möglichkeit, den Mai zu begehen - notfalls eben auch im April.


Barderup 2007

Barderup 2007

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Die Party wäre fat ins Waser gefallen - genug von der Suppe kam am Freitag auf jeden Fall runter. Irgendwie hat's dann doch noch gepasst. Zum Glück. Lest selbst:

Die Matrix hat Dich

Partykonstrukt in Braderup

Es kam mir schon ein wenig seltsam vor, als ich mit dem beladenen Krad am Freitag auszog, den hohen Norden zu erkunden. Nach einigen Hundert Kilometern kreuzten bereits die ersten Elche die Landstraßen. Nach den Tankpausen musste ich Pinguine vom Nisten auf meiner Sitzbank abhalten. Und als die Preistafeln neben deutscher Illustration auch dänisches Sprachgut enthielten und "Kronen welcome" am Kassentresen stand, wusste ich  es ist ein Fehler in der Matrix, oder das Ziel sehr nah. Richtig. Es ging zum nördlichsten aller Fightertreffen, bei Barderup, irgendwo zwischen Flensburg und Husum - nahe dem Polarkreis. Folge dem weißen Kaninchen

Die Vorzeichen standen alles andere als günstig: Das prächtige Vorjahresgelände in Eggebek mit Kriegsschauplatzambiente konnte nicht nochmal verpflichtet werden. Der neue Grund-Besitzer fand, "Fighter paßten nicht in sein Konzept", und so blieb dem Komitee nichts anderes übrig, als ein Ausweichplätzchen zu finden - was dann erfreulicherweise auf einem großen Stück Land auch gelang. Zudem war der Wetterbericht alles andere als einladend. Neben heftigen Regenschauern, Unwetterwarnungen und infernalischen Gewittern waren auch die thermischen Prognosen des Orakels wenig förderlich. Da jagt man keinen Agenten vor den Bildschirm. Hörst Du uns Zion?

War die Party als solche nur für den Samstag angesetzt, ließen es sich ein knappes Dutzend Wikingersöhne (und natürlich Töchter) nicht nehmen, bereits am Freitag ihre Heringe in den Boden zu rammen und ihren Zelt-Platz in Walhalla einzunehmen. Nachdem Met und Korn in rauen ihren zugewiesenen Weg in die durstigen Kehlen fanden, wurde das Partyzelt mittels improvisierter Brennplatte dauerhaft unter Bodennebel gesetzt und bis spät in die Nacht hinein schon mal probegefeiert. Klappt doch - Trainingsprogramm beendet. Hallo Mr. Anderson

Der Samstag begann mit einem erneuten Fehler in der Matrix. Es regnete derartig heftig, daß man unweigerlich und reflexartig mit Schwimmbewegungen begann, wenn man unüberdachte Geländeabschnitte aufsuchte. Noch ein wenig mehr und man hätte die Festivität auch mit dem Schlauchboot ansteuern können. Nachdem der Programmfehler gegen Mittag offensichtlich behoben werden konnte, lud der Operator das Anreise- und Trinkprogramm. Und trotz der wahrlich unwirtlichen Umstände ließen es sich deutlich über 600 Nordlichter nicht nehmen den Acker zu bestellen  und das auch noch in der Masse mit und auf dem Kampfkrad. Jawoll!

Eggebek Reloaded

Obwohl erst zum zweiten mal aufgetragen, kann man die Organisation jetzt schon als routiniert, makellos und frei von Tadel bezeichnen. Ausgezeichnete Brennanlage mitsamt kostenfreien Reifendienst, 24-Stunden-Rund-um-die-Uhr Grill und Bierservice zu Billigpreisen, feinste und ausgewogene musikalische Beschallung und stets um das Wohl der Angereisten bemühte Ausrichter. Das ist so weder selbstverständlich, noch in dieser Qualität die Regel. Honoriert wurde das Bestreben mit eine feiernden und burnenden Meute, die ihr letztes Hemd gab, um die Party zum Erfolg werden zu lassen. Und das hat dann auch fein hin gehauen. Jede Menge Spaß, Gummiqualm und ausschweifende Gelage. Mehr braucht kein Mensch. Und egal was die Wetterfee im kommenden Jahr prognostiziert und wie viele Eisbären meinen Weg kreuzen mögen  auch im kommenden Jahr wird mein Operator wieder das Anfahrtprogramm laden. Die Matrix hat mich  und ich will auch gar nicht raus.

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Biker-Nights HH 2007

Biker-Nights HH 2007

68 Fotos

Zu den skurrilen Kleinoden der Neuzeit zählten definitiv die ersten Hamburg Bikernights. Eine komplette Pinte als Brennplatte - herrlich. Leider recht zeitnah auf Grund von Streitigkeiten zwischen den Veranstalter-Fraktionen wieder vom Planeten verschwunden. Sehr schade. Hier noch einmal unser damaliger Teilnahmebericht.

KREUZBERGER NÄCHTE SIND LANG...

...weilig – Schenefelder sind viel geiler!

Indoor-Party der besonderen Art

Einer dieser ganz normalen Samstagabende. Im Fernsehen kommt nur Schrott,und die Familie geht dir auf den Sack. Also ab in die Pinte. Da sitzt du nun, ziehst dir ein paar Halbe rein und mußt irgendwann auch mal Pinkeln. Der Lauf der Natur. Auf dem Rückweg vom Klo kommst du an einer geparkten XS650 vorbei und mußt vor dem Tresen kurz warten, weil wieder jemand mit der Mopete durch die Kneipe fährt oder vor dem Tresen burnt. Ein ganz normaler Samstag halt. Findet Ihr nicht? Kommt in Eurer Stammpiesel nicht vor? Habt Ihr so noch nicht erlebt? Dann solltet ihr Euch die Biker Nights des „Cruisers Point“ in Hamburg-Schenefeld dringendst mal antun.

Nachts, wenn alles schläft, ist meistens keiner wach

In einem Industriegebiet gelegen, veranstalten die Betreiber der urigen Lokalität mit Benzin-Ambiente regelmäßig (an jedem dritten Samstag im Monat) die „Biker-Nights“. Brennende Mülltonnen weisen den Weg durch das Außenareal, das mit Burnzone, Grillplatz und Beamershow bestens ausgestattet ist. Frostige Naturen müssen jedoch nicht zwangsläufig bei kaltem Wetter im Freien ihre Reifen foltern. Auf Zuruf (beziehungsweise Knopfdruck) öffnen sich die Pforten zum Gastraum, und man kann bei wohliger Innenraumtemperatur, zu Rockmusik und kalten Getränken den Tresen gehörig einnebeln. Das schafft vertraute Gerüche und stimmt auch durch die eingeschränkten Sichtverhältnisse gehörig auf die beginnende Treffensaison ein. Gesegnet sei die überdachte Pneumassage. Witterungsunabhängige Wellness für entzugsgeplagte Seelen. Zu gewinnen gab´s neulich auch was. Wer dem Promotion-Team eine Motorradmarke mit „H“ am Anfang nennen konnte, bekam einen Rucksack. Kein Frage – hier konnten wir souverän mit „Hamaha“, „Hawasaki“ und „Husuki“ Punkten. Schön, wenn geballtes Fachwissen erntefördernd eingesetzt werden kann!

Hardcore-Gastro

Neben Grillgut schaffen auch Snacks und komplette Menüs eine vernünftige Grundlage für die anschließende, ungehemmte Aufnahme von flüssigen Betäubungsmitteln. Dargereicht in opulenten Gefäßen zu vernünftigen Preisen. So kennt man das im Norden. Wenn nicht gerade schwarzer Kautschuk in den gasförmigen Zustand versetzt wurde, gab´s anderweitig was auf die Ohren. Insbesondere rotziger Rock der wilden Jahrzehnte sorgte für notorischen Zucken in den Beinen und provozierte zur Vollführung rhythmischer Rituale. So wundert es auch nicht, daß trotz eher widrigem Wetter und Temperaturen nur knapp oberhalb des Gefrierpunktes einige Hundert Wikingersöhne den Weg auf das Gelände fanden. Nicht wenige davon mit und auf dem Krad.

Volle Granate Renate

Die stilechte Location wird hier sinnvoll durch stets freundliches und emsiges Servicepersonal ergänzt. Da kann man Mutti schnell vergessen. Kein Wunder also, daß sich dieses Veranstaltungskleinod stetig wachsendem Zuspruch erfreut und der Prozentsatz an fightendem Volk zunimmt. Wenn auch ihr keinen Bock auf Pupärsche oder Sockenschüsse habt und mal echte Erlebnisgastronomie erleben wollt – die nächsten Biker-Nights sind bereits in Sichtweite. Nicht nur für Hamburg-Nahe eine lohnende Angelegenheit. Wo sonst wird man nach dem Klogang von zünftigen Rollin´ Burnouts am Tresen empfangen?

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