Klimbim

Neben einer ausgesprochenen Vorliebe für die frivole Klamauk-Serie rund um Ingrid Steger und Peer Augustinski zeichnet Tenner noch eine gewisse Affinität zur Zweitbedeutung des Begriffes aus: Es darf auch gerne einmal etwas verspielter sein. Dieser Eindruck will sich nach Inaugenscheinnahme des langschrittigen und cleanen Aluminiumbrockens mit dem großen Herz der Elfhunderter aus Suzukis gestrengem Hause so gar nicht bestätigen.

Vorsicht ansteckend

Tenner: Tagträumer, Mopeschubser und dem Jagen und Sammeln vollends verfallen, hätte durchaus gute Chancen gehabt, etwas aus seinem Leben zu machen - wäre da nicht dieser schicksalhafte Tag gewesen. Es sollte lediglich ein gemütlicher Ausflug in die Tiefen des Westerwaldes werden (eine Gruppe motorradfahrender Eingeborener lud erneut zu einer konspirativen Zusammenkunft) endete für unseren Helden jedoch desaströs. Eine kleine, nicht ganz unbekannte Gruppe von grenzdebilen Berufswahnsinnigen und Metalanarchisten aus dem Münsterland war ebenfalls zugegen. Und aus der scheinbar harmlosen Zeltnachbarschaft entwickelte sich eine Verbindung ungeahnter Tragweite, die selbst ein hochkarätiges Psychologenteam nicht wieder korrigieren könnte. Wen der Wahnsinn erst gepackt hat...

Rahmenbedingungen

Alles begann mit der vorschnellen Anschaffung eines nackigen GSX-R Rahmens. Man weiß ja nie, wozu man sowas mal gebrauchen kann. Doch, weiß man. Man baut ein Moped daraus. Leider war das Chassis vollständig mit einer ebenso hässlichen wie hartnäckigen Farbschicht versehen und musste unter Aufbietung kampfmittelähnlicher Chemikalien erst einmal von diesem befreit werden. Böse Zungen behaupten, dass dieses Prozedere nicht ganz spurlos an Tenners Psyche verbeigegangen sei - das würde so manches erklären. Als Material für die Anbauteile wurde hochglanzpoliertes Aluminium bestimmt, nicht ganz widerspruchslos zu Tenner`s Putzallergie - aber wie gesagt: Die eingesetzten Lösungsmittel waren schärferer Natur. Und irgendwas ist ja schließlich immer. Konnte ein Tank aus dem Material noch relativ reibungslos organisiert werden, blieb für die Sitzgelegenheit samt Unterbau nur der Gang über die Eigenkonstruktion.

Putzteufel und gelbe Engel

Nachdem sich mit TL-Fahrwerksteilen, PVM-Felge und Bremsen, sowie weiteren Minimalkomponenten eine selbstfahrende Einheit erstellen ließ, stand der erste Auftritt im öffentlichen Straßenverkehr bevor. Und was wäre passender gewesen, als den Ort als Ziel zu bestimmen, an dem das Unheil begann: Jene kleine und verträumte Zusammenkunft in den Wilden Wäldern des Westens- ein Jahr nach dem Erstkontakt. Alles verlief reibungslos und auch die kommenden Testfahrten durften als erfolgreich deklariert werden- von einem gerissenen Zündungsdeckel und damit einhergehender Einnebelung des nachfolgenden Verkehrs einmal abgesehen. Aber irgendwas.. naja, ihr wisst schon.

Was lange fährt wird endlich lang

In der darauffolgenden Saisonpause ging es der Schwinge an den Kragen - genauer gesagt an die Länge. Zusätzliche 20 Zentimeter, sowie ein Oberzug und eine überlange Kette sorgen fortan für laufende, polierte Alulänge. Möge der Glanz mit Euch sein- ob nun mit oder ohne Klimbim.


TECHNISCHE DATEN
Modell: GSX-R 1200 Knicker
Motor: 12er Bandit
Ölkühler: Setrab
Vergaser: Mikuni
Luftfilter: Vanc&Hines Duplex
Auspuff: Krümmer Bandit mit geändertem Zwischenrohr, Schalldämpfer Eigenbau
Rahmen: GSX-R 1100 ,Bj.’87
Hinterradschwinge: `91er GSX-R 1100, 200mm verlängert mit Unterzug
Federbein: Wilbers
Gabel: Suzuki TL 1000
Gabelbrücken: Spiegler
Räder:
vorn: PVM 2tlg, 3,5x17
hinten: PVM 2tlg,6,0x17
Bereifung:
vorn:120/70ZR17
hinten:190/50ZR17
Lenker: Spondon Stummel
Bremsen:
vorn: PVM 6-Kolben mit PVM/Phoenix-Evo Bremsscheiben 320mm
hinten: Wave-Scheibe für Roller,Braking 4-Kolbensattel
Fußrastenanlage: Grundplatten Eigenbau,ABM-Rasten
Tank: WBO-Alu
Höcker: Alu-Eigenbau
Armaturen: rechte Armatur wegrationalisiert, Schnellzuggasgriff
Instrumente: Sigma
Lackierung: keine
Sonstiges: Heckrahmen entfernt und durch einen schraubbaren ersetzt, Minimalelektrik


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