Halbwertszeit

Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir zwei Mopeten auf LiFePo4-Akkus von Motobatt (einmal blaue Serie, zwei der roten) umgerüstet. Mit leicht mulmigem Gefühl, denn unser letzter Truppenversuch mit dieser Stromspeicher-Technik vor sieben Jahre (seinerzeit jedoch Akkus von einem anderer Hersteller) ging gründlich in die Hose. Leistungsmäßig gab es weder damals noch heute irgendwas zu meckern – jedoch hatte der erste Elektrodenspender nicht einmal eine Saison überstanden und im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Verpuffung dicke Backen gemacht.


Die inzwischen voran geschrittene Technik hatte uns jedoch Mut gemacht es noch einmal zu probieren. Diverse integrierte Schutzschaltungen gegen Überladung, Unterladung, Spannungsfolter und terroristische Angriffe von Killer-Schlümpfen sollten eine ordentliche Lebenserwartung sicher stellen. Um zusätzlich für den Offline-Betrieb gewappnet zu sein, gab’s gleich noch ein passendes Ladegerät, ebenfalls von Motobatt mit dazu:






Dieses stellte bereits nach ein paar Wochen seinen Dienst spontan ein – wurde aber problemlos umgetauscht und sein Nachfolger funktioniert bis heute einwandfrei. Nach etwa einem halben Dienstjahr machte dann der Akku der blauen Motobatt-Serie Zicken, verweigerte die Stromabgabe und –Aufnahme und hatte nicht mal mehr genug elektrisches Fleisch auf den Rippen um eine Armbanduhr zu füttern.






Die anderen beiden Akkus der roten Serie funktionieren bisher einwandfrei und bleiben deshalb auch weiter im Einsatz. Den Verstorbenen haben wir jedoch gegen eine AGM-Batterie ausgetauscht.




LiFePo4 ist und bleibt eine potentiell zickige Angelegenheit, die insbesondere wenn die Temperaturen außerhalb der Komfortzone liegen problematisch werden kann. „Kann“ reicht für uns schon als K.O.-Kriterium aus, weswegen wir bis auf weiteres (wieder) die Finger davon lassen. Die Zuverlässigkeits-Quote ist für unser Anforderungsprofil einfach nicht ausreichend. Was extrem schade ist, denn wie schon gesagt: wenn sie denn arbeiten, sind sie echte Granaten.