I’m Eighteen and I like it

Drei Jahre sind eine lange Zeit, in der viel passieren kann – erst recht, wenn man gerade erst mit strammen Schritten auf die Volljährigkeit zusteuert und dabei die Freuden des motorisierten Radelns entdeckt. Mit 15 bestieg Kjell ein Mofa, ein Jahr später erfolgte das fällige 125er-Update und mit 18 schließlich die Lizenz zum vollwertigen Biken.

Kjells Altersangabe beginnt zum Baubeginn noch mit einer Eins – doch sein Untersatz hat sich innerhalb nur eines Jahres von einer komplett originalen Dreiviertel-Öligen in einen grellen Zierfisch verwandelt, bei dem nur noch Rahmen und Motor dem geschulten Augen von ihrem früheren Dasein als Suzuki’sches Schalentier berichten.

Hier grell, da kurz, dort lang

Kjells Anforderungsliste war übersichtlich, aber konkret: knallig lackiert sollte der Bock sein, gerne in Orange, und das Heck sollte unter Berücksichtigung von Funktion und Gesamtlinie so kompakt wie irgend möglich ausfallen. Naja, und in Ergänzung zum Sitzstummel wäre eine etwas längere Schwinge natürlich der Hit.

Erwin in seinem Element

Als erstes wurde er Zeuge der denkbar simplen Schwingenlösung: Serienstengel raus, den der Elfhunderter-Schwester rein. Diese Umrüstung verursacht keinen ernsthaften Bauaufwand, da sich die Teile weitgehend 1:1 austauschen lassen. Dafür verlängert sich der Radstand um immerhin fünf Zentimeter – ein überschaubarer Zuwachs, aber eine Dragster-Geometrie stand ja auch nie zur Diskussion, und die wahre Wirkung entfaltet die Maßnahme ja auch erst mit dem gewünschten Sitzbrötchen, das Erwin umgehend in Angriff nahm. Dem Kundenwunsch trug er dabei höchst eigenhändig Rechnung: Anstatt sich auf irgendein dahergelaufenes GFK-Machwerk zu verlassen, fingerte er ein paar handfeste Blechplatten aus dem Zauberkasten und dengelte eine Sitzgelegenheit zurecht, die im Grunde nichts weiter ist, als eine leidlich gepolsterte und den Fahrer nach hinten abstützende Tankverlängerung; und optisch so etwas die die bei Bobbern beliebte Sitzschaufel in Fighter-Interpretation. Die Maske wurde dann aber doch dem reichhaltigen Zubehör-Angebot entnommen und dem vorliegenden Zossen angepasst. Mit einem in Form geschnippelten Fender, einem Satz wuchtiger Cover sowie einem straßenkampfkredibilen Lenkerensemble wurde die USD-Forke selbst dem schnöden Serien-Dasein entrissen, und somit war die Sache dann schon ziemlich weit gediehen…

Die Farbe macht den Unterschied

Dass bei einer so konsequenten Massenzentrierung wie im hier zu sehenden Fall ein weit nach hinteres ragendes Auspuffkonstrukt eher deformierend gewirkt hätte und eine Underseat-Lösung bei so wenig Seat ebenfalls eine eher unglückliche Figur abgegeben hätte, blieb fürs Töpfchen eigentlich nur der bewährte Platz direkt unter dem Vortriebsgenerator. Letzterer wurde dann noch mit einem CNC-gefrästen EK-Cover für den Kupplungsdeckel aufgewertet. Zur Geltung bringt dieses Gimmick aber vor allem die Kriegsbemalung. Neben den schwarz-weißen Akzenten brennt die glitzernde Apfelsinen-Tönung wohltuend auf der Netzhaut, die sich darüber hinaus daran erfreut, dass sich die grelle Farbe nicht nur auf dem gefrästen Kreuz, sondern auch der Schwinge, dem Rahmen und in fein lasierter Form selbst auf den Spritwandlern zwischen Ansaug- und Verdauungstrakt wiederfindet.


TECHNISCHE DATEN
Marke/Modell: Suzuki GSX-R 750, Baujahr 1991
Motor: Serie, lackiert
Vergaser: Serie, lasiert
Auspuff: Bandit-Krümmer, Eigenbau-Sammler, Storm-Endtopf
Rahmen: Serie, lackiert
Heckrahmen: Eigenbau
Schwinge: GSX-R 1100
Federbein/Umlenkung: GSX-R 1100
Gabel: Serie mit Covern
Gabelbrücken: Spiegler
Räder: 3,5x17“ vorn, 5,5x17 hinten
Höcker: Eigenbau
Seitendeckel: Serie mit CNC-gefrästem Cover
Kotflügel: Eigenbau
Armaturen/Schalter: Motogadget ,Taster
Instrumente: Motogadget
Lackierung: Eigenbau
Sonstiges: Blende vor Ansaugöffnung


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