Die Niete gezogen

Am Krad nicht so häufig im Einsatz wie im Flugzeugbau, dennoch eine durchaus sinnvolle Füllung für den Rollwagen: die Nietzange. Insbesondere, wenn sie neben simplen Blindnieten auch Gewindehülsen verarbeiten kann. Egal ob Höckerbefestigung für den Heckrahmen, in Profilen wo man keine losen Muttern einsetzen will oder kann oder zu wenig Materialstärke zum direkten Einschneiden von Gewinden vorhanden ist: Einziehmuttern helfen. Ganz einfache Handzangen (oben im Bild) erledigen den Job zwar auch – aber nur im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten. Spätestens bei der Verarbeitung von VA-Hülsen größerer Gewindedurchmesser ist Schluss mit lustig. Man bekommt nicht ausreichen Zug auf die Nummer, und außer gequetschten Fingern und Blutergüssen unterm Fingernagel hat sich am Ende des Tages nichts getan. Das kann der große Kumpel eine ganze Ecke besser. Deutlich stabiler ausgeführt, mit Hebelarmen in der Länge eines erigierten Ponypimmels und einem ganzen Magazin an Einsätzen, kann man mit dem Prengel auch größere Kaliber leicht verarbeiten, ohne sich Spinat in den Pansen quälen zu müssen. Neben Einziehmuttern beherrscht der Prügel natürlich auch das endfeste Vernieten mit Leichtigkeit und hat alles dafür in Petto. Um die 70,- Euronen sollte man einplanen für den Koffer – muss dafür auch nie wieder vor amtlichen Nieten kapitulieren. Kommt sicher nicht so häufig zum Einsatz wie ein 13er-Maulschlüssel, für Vielschrauber und Bastler aber unverzichtbar.

Gebrauchswert: für dünne Wandstärken unverzichtbar
Preis/Leistung: angemessen



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