Tooltime

Die Isolierung der Kabel mit den Schneidezähnen abknabbern oder Crimp-Stecker mit der Kombizange krumm würgen mag ja seinen rustikalen Charme haben, geil ist das jedoch nicht. Für vernünftige Resultate braucht`s vernünftiges Werkzeug.

Prüfwerkzeuge

Haut irgendwas nicht hin, die Batterie wird nicht geladen oder das Drecks-Bremslicht will einfach nicht funzeln, ist Diagnose angesagt. Mehr als zwei Helferlein sind dazu gar nicht nötig.

Das Dream-Team besteht aus einer ordentlichen Prüflampe (wir stehen total auf unseren Testboy – klingt irgendwie wie der Sexsklave der Village People - und ist genauso geil)




Dazu gesellt sich ein Multimeter, das auf jeden Fall Widerstände, Durchgänge, Spannungen und Ströme auslesen können muss. Wer ein paar Euro mehr ausgibt, bekommt Teile mit automatischer Auflösungsanpassung und höherer Genauigkeit. Von 10-Euro Baumarktteilen raten wird dringend ab. Die Dinger sind so ungenau, dass sie die Diagnose ad absurdum führen.

Mit solch einem Multimeter kann man sowohl Lichtmaschine als auch Regler unter die Lupe nehmen, Masseschlüsse im Kabelbaum finden, Schalter und Taster prüfen und Zündspulen kategorisieren




Baumaschinen

Wer Trassen verlegen und Kabelbäume pflanzen will, braucht zusätzliche Helfer. Um Kabel auf die richtigen Längen bringen zu können, sollte auf jeden Fall ein scharfer Seitenschneider bereit liegen




Dazu gesellen sollte sich ein Abisolierer. Die gibt es in analoger Zangenform für ein paar Kracher, über multifunktionale Kombiinstrumente bis hin zu automatischen Apparaten mit einstellbarer Schnittlänge und selbsttätiger Querschnitts-Anpassung. Solche Dinger sind nicht mal unbedingt kostspielig. Schon für um die 15 Euro gibt es Einstiegsware vom Markenhersteller. Richtig gute Exponate verlangen mindestens nach dem doppelten Betrag, Profizeugs sprengt den dreistelligen Bereich




Darüber hinaus ist die Anschaffung einer Crimp-Zange mit auswechselbaren Backen empfehlenswert. Ganz ohne Stecker geht es nicht – und deren PINs wollen artgerecht behandelt werden. Durch die verschiedenen Backen ist das Teil ein echter Tausendsassa und rentiert sich bereits bei einem Kabelbaum




Grundsätzlich lautet das Motto beim Kabel-Stricken: Was verlötet werden kann, wird verlötet. Also brauchen wir ein entsprechendes Heitz-Eisen. Ob Löt-Station, Kolben, Pistole, elektrisch oder gasbetrieben ist eher Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte das Objekt der Begierde einstellbar sein. Unser ganz persönlicher Favorit ist über die Jahre der Gaslötkolben von Dremel geworden. Kein Kabel das im Weg rum baumelt, in wenigen Sekunden auf Temperatur, Stand-By Stellung und auch für dicke Litzen mehr als genug Power. Zudem kann das Ding auch als Brenner und Heißluftstrahler herhalten – Funktionen, die wir jedoch nicht nutzen. Aber als Lötkolben ist der Hugo endlaser. Volle Kanne, Hoschies!






Neben dem Heißmacher selber muss noch Lot ins Körbchen. Und außerdem: Flussmittel. Lötfett tut’s vollkommen. Durch das Flussmittel wird nicht nur die Lötstelle schöner, sondern auch die einzubringende Wärme deutlich reduziert, was die zu behandelnden Bauteile sehr zu schätzen wissen. Also unbedingt mit einpacken




Um Schrumpfschlauch verarbeiten zu können, ist ein Heißluftgebläse unerlässlich. Nein, ein Feuerzeug reicht nicht. Gleich wieder vergessen den Gedanken. Auch beim Föhn ist die Betriebsart nebensächlich. Anders als beim Lötkolben raten wir jedoch zu einem elektrischen Dödel. Die Teile strahlen breiter, weniger punktuell und deutlich gleichmäßiger als ihre Brenner-Kumpels. Für Kabelbaum-Arbeiten greifen wir am liebsten zur kleinen Proxxon-Kanone. Die ist nicht nur handlich, sondern auch temperaturtechnisch im richtigen Fenster unterwegs




Als zusätzliche Goodies empfehlen sich neben einer so genannten „dritten Hand“ auch ein paar Prüfschnüre mit denen mal elektrische Kreise improvisieren kann um z.B. ausgedachte Schaltungen zu checken bevor man die finalen Kabel zieht oder auch Kabel zu brücken. 5-10 Stück dürfen es gerne sein. Die Dinger gibt`s im Bund als „Labormess-Schnüre“ für ein paar Kracher.

Die dritte Hand hilft ungemein beim Verlöten. Warum, erklärt der Name an sich schon




Disclaimer/Warnhinweis:
Dieser Bericht dient lediglich der Veranschaulichung der von uns durchgeführten Arbeiten. Er ist auf keinen Fall Aufforderung oder Ermunterung zum Nachmachen und will auch nicht so verstanden werden. Wir raten ausrücklich davon ab, die durchgeführten Arbeiten, egal ob komplett oder auszugsweise nachzumachen, da daraus sowohl für Material als auch Leib und Leben (auch das Dritter) explizite Gefahren erwachsen. Darüber hinaus führen derartige Arbeiten u.U. zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und/oder Garantie- oder Gewährleistungsansprüchen. Also bitte auf keinen Fall nachmachen! Wer dies dennoch tut, handelt entgegen unserer ausdrücklichen Warnung als auch Intention und ausschließlich sowie umfassend auf eigene Gefahr und ist für alle hieraus erwachsenden Konsequenzen und Schäden eigenverantwortlich.


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