Schaltanlagen

Taster sind nicht in der Lage üppige Ströme zu transferieren, weshalb man die Verbraucher nicht direkt anschließen kann. Sie können lediglich Signale verschicken, welche von Steuerboxen in saftige Strommengen umgemünzt werden. Es gibt zwar fix und fertige Elektro-Kästen am Markt, die jedoch ordentliche Löcher ins Kontor reißen. Unter 150 Krachern ist so gut wie nicht zu machen, 250 bis 350 inzwischen eher die Regeln, denn die Ausnahme.

Unsere Eigenbau-Lösungen kosten ein Zehntel und sind in einigen Belangen den Fertig-Kisten haushoch überlegen. Wenn ihr jedoch zu der Sorte Mensch gehört, die morgens auf den Klodeckel schifft, weil sie keine App auf dem Handy hat, welche das Urinal-Dach anhebt, dann seid ihr bei den inzwischen mit Blut-Stuhl, WLAN oder Arschphone zu bedienenden Playstations besser aufgehoben. Wenn es euch jedoch um Leistung, Anpassungsfähigkeit und reine Funktion geht, haut unser Klimbim besser und auch zuverlässiger hin.

Die von uns verwendeten Relais können deutlich heftigere Ströme schalten und da wir sie modular anfertigen, müssen wir uns nicht auf eine bestimmte Montage-Position festlegen, sondern können die Brocken so über das Krad verteilen wie wir es wollen. Das erzeugt minimale Kabeltrassen und reduziert die Litzenzahl. Zudem nutzen wir die Boxen nicht nur für die Taster, sondern schalten auch alle anderen Verbraucher mit ihnen, was selbst die teuersten Fertigbrocken so nicht können. Die später für die Taster herhaltende Einheit aus den Mini-Relais kann nicht nur einfach schalten, sondern verfügt auf jedem Kanal über die Möglichkeit per Taster im Ein/Aus-Modus oder Wechsel zu werkeln. Selbst die komplexe Elektrik unserer Turbo-14er erschlagen wir vollständig mit diesen Modulen und kommen mit erstaunlich wenigen aus. Zudem lässt sich unsere Nummer jederzeit nachträglich erweitern, ausbauen, verschlanken oder auch einfach reparieren und kommt ohne Software aus.

Fliegt alles raus: SIcherungskasten, diverse Relais und fette Kabelknoten




Gemäß der erfolgten Planung geht`s los mit dem Boxenbau. In unserem Fall brauchen wir derer zwei: eine Phalanx erzeugt abgesicherte Stromkreise und die zweite Anlage managed Taster und Schalter sowie unsere eingebauten E-HackZ wie z.B. das Automatiklicht.

Für die Taster-Steuerung greifen wir uns eine entsprechende Zahl an Mini Wechsel-Relais. Wir nutzen drei Stück. Jeweils eines für Hupe, Anlasser und Abblend-/Fernlicht-Umschaltung. Die Blinkerei erledigt ein 0815 Blink-Relais. Wer es komfortabler will, kann auch eines für den direkten Taster-Betrieb verwenden. Hinzu kommt in unserem Beispiel noch ein Sicherungsträger, mit welchem wir unsere Instrumente schützen.



Die einzelnen Brocken haben wir per dauerelastischer Karosserie-Klebemasse mit ein paar Millimetern Abstand zueinander verkleistert. So entsteht eine Einheit und die einzelnen Brocken sind gegeneinander schwingungsentkoppelt. Die Masse wirkt wie ein Silent-Block. Sollte später mal ein Relais getauscht werden müssen, kann man dieses mit dem Cutter heraustrennen und den Ersatz einkleben. Erweitern lässt es sich ganz einfach durch Anbringen weiterer Module.




Nach demselben Muster haben wir vier abgesicherte Schalt-Relais zu einer Einheit verbunden. Diese wird später im Heck der Kiste untergebracht und erzeugt die abgesicherten Verbraucher-Stränge. Und das ist dann auch schon unsere komplett Elektrik, alles inklusive.




Wir brauchen keine weiteren Bauteile, keinen zusätzlichen Sicherungskasten oder sonstiges. Ladedruckregler, externe Hochdruck-Benzinpumpe, zwei Lüfter, AFR-Management, Einspritzung, Cockpit mit einer ganzen Reihe Zusatzfunktionen, TFL, acht Einspritzdüsen, Sensoren, Taster und die komplette Lichtanlage – alles wird von den beiden kleinen Konstrukten versorgt, abgesichert und geschaltet. Das kann keine am Markt befindliche Box. Im VerKabelungs-Kapitel zeigen wir die Geschichte im Detail und ausführlich am lebenden Objekt.

Mit den paar Teilen oben ersetzen wir die komplette Altelektrik und erweitern gleichzeitig deren Funktionalität






Disclaimer/Warnhinweis:
Dieser Bericht dient lediglich der Veranschaulichung der von uns durchgeführten Arbeiten. Er ist auf keinen Fall Aufforderung oder Ermunterung zum Nachmachen und will auch nicht so verstanden werden. Wir raten ausrücklich davon ab, die durchgeführten Arbeiten, egal ob komplett oder auszugsweise nachzumachen, da daraus sowohl für Material als auch Leib und Leben (auch das Dritter) explizite Gefahren erwachsen. Darüber hinaus führen derartige Arbeiten u.U. zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und/oder Garantie- oder Gewährleistungsansprüchen. Also bitte auf keinen Fall nachmachen! Wer dies dennoch tut, handelt entgegen unserer ausdrücklichen Warnung als auch Intention und ausschließlich sowie umfassend auf eigene Gefahr und ist für alle hieraus erwachsenden Konsequenzen und Schäden eigenverantwortlich.


  • ebox1 ebox1
  • ebox2 ebox2
  • ebox3 ebox3
  • ebox4 ebox4
  • ebox5 ebox5